
“Life is not over yet – go for it!”: wird Nicolas Huber sich selbst mit 86 Jahren sagen. Er ist eines der vielversprechendsten Schweizer Talente der WM und verrät uns, wie die Vorbereitungen laufen und auf was er sich am meisten freut.
Aufgrund einer Knie Verletzung vor 4 Wochen musste die letzten Wettkämpfe auslassen. Dem Knie geht es jeden Tag besser. Setze momentan alles daran so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Ziel ist es bis zum Wettkampf in Kanada in 10 Tagen wieder voll fit zu sein.
Viel Zeit im Kraftraum, Physiotherapie, Schritt für Schritt schwierigere Tricks auf dem Snowboard machen. Ein Schritt nach dem anderen gehen. nicht zu viel Risiko nehmen, um die Verletzung wieder schlimmer zu machen.
Ja, genau, ich habe früher als Shaper gearbeitet. Allerdings glaube ich nicht, dass mir das einen echten Vorteil verschafft. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, ich könnte den Kurs besser bauen. Aber letztendlich ist es wichtig, sich voll auf den Kurs einzulassen – auch wenn er nicht perfekt ist. Deshalb bringt es mir im Wettkampf keinen wirklichen Vorteil.
Ich freue mich auf den Slopestyle, auf den grossartigen Kurs, den Kobi gebaut hat, und natürlich auch auf den Big Air sowie die gesamte Venue. Besonders darauf, vor heimischem Publikum in St. Moritz anzutreten. Ich werde versuchen, den gesamten Event so gut es geht mit meinen Freunden zu geniessen – damit ich mich auch in 50 Jahren noch daran erinnern kann.
Ja, das stimmt – auf Reisen ist es oft schwer, eine feste Routine zu haben. Deshalb ist es umso wichtiger, konsequent zu bleiben und gut zu planen. Gleichzeitig muss man flexibel sein und sich an wechselnde Bedingungen anpassen, um trotzdem Vollgas geben zu können.
Meine Karriere hat am Corvatsch begonnen – dort habe ich das Snowboarden gelernt. Danach wollte ich neue Dinge ausprobieren und bin vom Backcountry und Tiefschnee schliesslich in den Park gewechselt. So hat meine Leidenschaft für den Sport begonnen.
Das Krasseste ist für mich, wie weit ich es in diesem Sport geschafft habe. Mittlerweile kann ich fünf Drehungen in der Luft stehen – etwas, das ich mir früher niemals zugetraut hätte.
Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wäre ich intensiver im Militärdienst aktiv oder ich hätte versucht, Schauspieler zu werden. Aber letztendlich ist es schwer zu sagen, wo ich heute sonst stehen würde.
Ich würde ihm sagen, dass er Vertrauen in sich selbst haben, hart arbeiten und immer Vollgas geben soll. Am wichtigsten ist es, die Freude am Sport zu behalten und einen Schritt nach dem anderen zu machen.
„Life is not over yet – go for it!“ Egal, wie alt man ist, es gibt immer noch Neues zu erleben und Challenges zu meistern.