Hier erfährst du die aktuellen News und Storys zur FIS Freestyle WM. Möchtest du auf dem Laufenden gehalten werden? Dann abonniere jetzt den Newsletter

Aaron Begg & Jason Arens: Ein Blick hinter die Kulissen bei zwei FIS-Freestyle Judges

Als FIS-Freestyle-Judges spielen Aaron Begg und Jason Arens eine entscheidende Rolle bei der Bewertung der Athletinnen und Athleten in den Snowboard- und Freeski-Disziplinen. Doch wie wird man eigentlich Judge? Und was passiert hinter den Kulissen eines Wettkampfs? Wir haben mit Aaron und Jason gesprochen, um mehr über ihren Alltag zu erfahren.

Vom Coach und Freestyler zum Judge

Vor seiner Karriere als Judge in den Freestyle-Disziplinen Slopestyle und Big Air war Aaron Begg bereits in der Szene aktiv – sowohl als Athlet als auch als Coach. Den Weg zum Judging fand er durch einen Bekannten. Dank seiner Erfahrung als Trainer fiel ihm der Einstieg leicht, denn viele Prinzipien aus dem Coaching lassen sich auch auf die Bewertung von Runs übertragen.

Auch Jason Arens kam durch seine Leidenschaft für das Freeskiing zum Judging: "Ich habe früher Slopestyle-Wettkämpfe bestritten, allerdings nicht auf höchstem Niveau. Als ich merkte, dass ich keine grossen Wettkampfambitionen mehr hatte, wurde ich von einem Freund ins Judging eingeführt. Ich war schon immer sehr analytisch und kritisch, was mir in dieser Rolle sehr geholfen hat." Seitdem ist Jason seit über 14 Jahren als Judge aktiv.

Was viele nicht wissen

Laut Aaron und Jason unterschätzen viele, wie viel Zeit und Hingabe der Job als Judge erfordert. "Wir reisen sehr oft und sind lange von unseren Familien getrennt – das verlangt eine grosse Leidenschaft für die Sportart", erzählt Aaron. Jason ergänzt: "Alle Judges, die ich kenne, haben eine tiefe Leidenschaft für den Sport. Wir analysieren jeden Run mit extremer Detailgenauigkeit und wollen das bestmögliche Ergebnis für die Athletinnen und Athleten erzielen."

Die Bewertung im Freestyle unterscheidet sich von anderen Sportarten: Die Judges sitzen oft nicht direkt an der Strecke, sondern in einem separaten Raum mit mehreren Bildschirmen. Anders als beispielsweise im Eiskunstlauf dürfen sie sich auch untereinander austauschen.

Ein typischer Tag als Judge

Ein Weltcup-Wettkampf beginnt bereits am Vorabend mit dem Team-Captains-Meeting. "Am nächsten Morgen schauen wir uns das Training an, um ein Gefühl für den Kurs und die Bedingungen zu bekommen. So haben wir eine Ahnung, was wir von den Athletinnen und Athleten erwarten können", berichtet Aaron. Erfahrene Judges wie Aaron und Jason kennen viele der Fahrerinnen und Fahrer persönlich und können ihre Stärken gut einschätzen. Doch am Ende zählt für beide nur eines: "Faire Bewertungen und ein Event, bei dem sich die Rider wohlfühlen und ihr Bestes zeigen können."

Während der Qualifikationen verbringen die Judges oft den gesamten Tag in der Judging-Booth, wo sie die Runs über Bildschirme analysieren. Dabei wird machen sie sich Notizen über den gesamten Run und die Bewertungen in enger Abstimmung getroffen, um eine faire und einheitliche Beurteilung zu gewährleisten.

Auch wenn die Atmosphäre bei den Finals meist etwas entspannter ist, steigt der Druck durch die TV-Zeiten erheblich. Die Bewertungen müssen schnell und präzise erfolgen, was eine grosse Herausforderung darstellt – selbst für erfahrene Judges.

Einzigartige Orte, besondere Erlebnisse

Für Aaron hat jede Veranstaltung ihren eigenen Charme, doch die Schweiz hebt sich für ihn besonders hervor: "Der Park auf dem Corvatsch ist für mich einer der schönsten der Welt – die Kulisse ist einfach atemberaubend und die Qualität der Anlagen ist erstklassig."

Bleibt gespannt auf die Freestyle-WM – und denkt beim nächsten Trick daran, dass Judges wie Aaron und Jason hinter den Kulissen alles genau im Blick haben!